Ausschnitt aus Frost, D. (2025). Non-positional teacher leadership (NPTL) Information und Anleitung. (M. Bieri, Übers.). Wolfson College.

Schulleitungen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Überzeugungen und Werte. Es kann hilfreich sein, dies als ein Kontinuum zu betrachten, an dessen einem Ende diejenigen stehen, die ihre Rolle rein administrativ betrachten, und am anderen Ende diejenigen, die ihre Aufgabe in der Führung von Wandel sehen. […]

In der Vergangenheit wurden Programme wie NPTL von Schulleitungen übernommen, die nach Strategien suchten, die zu ihren allgemeinen Zielen im Bereich transformativer Leadership passten. In einigen Fällen haben Schulleitungen solche Programme eingeführt und anschliessend entdeckt, dass transformative Ansätze möglich und vorteilhaft sind. In jedem Fall ist es von entscheidender Bedeutung, den Dialog mit der Schulleitung und dem Führungsteam auf breiterer Basis abzustützen und aufrecht zu erhalten, um sicherzustellen, dass die Schule den grösstmöglichen Nutzen aus dem Programm zieht.

Non-positionale Teacher Leadership bedeutet, dass man keine formale Führungsposition zugewiesen bekommen muss, um ein NPTL-Programm zu leiten. Folgende Eigenschaften sind hilfreich, aber nicht zwingend. Sie können gelernt werden und entwickeln sich durch die Leitung einer NPTL-PLG weiter:

  • möchte andere befähigen und bestärken
  • verfügt über Erfahrungen im Zusammenhang mit Unterricht / Therapie
  • selbstsicher und reflektiert
  • möchte Kolleginnen und Kollegen bei der Weiterentwicklung ihrer Praxis unterstützen
  • ist gut organisiert und zuverlässig
  • verfügt über zwischenmenschliche Fähigkeiten und emotionale Intelligenz
  • evt. in einer formalen Leitungsposition
  • bringt evt. Erfahrungen mit Erwachsenenbildung mit

Zeitliche Ressourcen:
Starttermin: idealerweise vor Start des neuen Schuljahres in den Vorbereitungszeiten, 2 h Workshop + Zeit für Terminvereinbarung
Workshop-Termine: Die weiteren Workshoptermine werden idealerweise im ersten Workshop miteinander festgelegt. Die Prozessbegleitung kann hierzu Vorschläge machen. Der Jahresrhythmus ist zu berücksichtigen, z.B. nicht während Zeiten, sie schon vollgeladen sind, wie z.B. vor den Weihnachten, am Semesterende.

Tutorials:
30 min pro Teilnehmende:r jeweils nach dem 2., 4. und 7. Workshop

Räumlichkeiten:
Ein Zimmer oder Schulzimmer, das mit Mobiliar ausgestattet ist, die in einem Kreis oder als Arbeitsinseln angeordnet werden können, aber flexibel genug sind, um Aktivitäten in kleinen Gruppen zu ermöglichen.
Es braucht eine Wandtafel oder Flip-Chart, einige Materialien sind als Präsentation gedacht. Die Unterlagen sind (hier) online und können z.B. auf einem Computer gezeigt oder am Handy angeschaut werden. Wenn ein Beamer oder ein Electronic Whiteboard zur Verfügung steht, umso besser.

Verpflegung:
Für die Workshops ist es gut, wenn Snacks und Getränke zur Verfügung stehen. Hier ist notwendig, dass zum Voraus geklärt ist, wer die Kosten dafür übernimmt. Idealerweise läuft das über das Budget der Schule.

Einerleitung oder Zweierteam, je nach Gruppengrösse:
Die iedeale Gruppengrösse ist 8 – 12 Teilnehmende (exkl. Prozessleitung). Auch kleinere Gruppen sind möglich. Ab 6 Teilnehmenden sollte die Leitung zu zweit übernommen werden um den Aufwand im Zusammenhang mit den Tutorials und den Portfolios zu teilen. Das hat auch den Vorteil, dass die Leitenden von- und miteinander lernen.

Hier können die Unterlagen heruntergeladen werden, die das gesamte Programm betreffen:

Tabellarische Übersicht über ein vollständiges NPTL-Programm © 2026, Monika Bieri